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Das
Österreichisch-Französische Zentrum wurde 1978 auf Vorschlag der
beiden damaligen Regierungschefs Österreichs und Frankreichs,
Premierminister Jacques Chirac und Bundeskanzler Bruno Kreisky, gegründet.
Es handelt sich dabei um eine zwischenstaatliche Organisation, die sich
die Aufgabe gestellt hat, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen
Westeuropa und Mittel/Osteuropa zu entwickeln. Das
Österreichisch-Französische Zentrum organisiert regelmäßig
Symposien, Seminare, Business Foren und Diskussionsrunden zu Themen, die
mit der Problematik der Erweiterung der Europäischen Union zu tun haben.
Weiters trägt das Österreichisch-Französische Zentrum auch dazu bei,
die Beziehung zwischen Österreich und Frankreich zu vertiefen, beides Länder,
die als Mitglieder der Europäischen Union für den Aufbau eines neuen
Europas verantwortlich sind. Schon
seit seiner Gründung um eine bessere Kenntnis der europäischen Welt
jenseits des früheren „Eisernen Vorhangs“ bemüht, arbeitet das Österreichisch-Französische
Zentrum heute vor allem mit jenen Staaten Mittel - und Osteuropas, die
den Beitritt zur Europäischen Union anstregen. Neben
Ungarn, Polen, der Tschechischen und Slowakischen Republik, Slowenien,
Rumänien, Bulgarien und den Baltischen Ländern (Estland, Lettland und
Litauen) hat das Österreichisch-Französische Zentrum vor kurzem seinen
Tätigkeitsbereich auch auf zukünftige Beitrittskandidaten wie Kroatien
und Serbien-Montenegro ausgedehnt. In
Zukunft wird das Österreichisch-Französische Zentrum auch über die
Entwicklungen zwischen der Europäischen Union und weiteren Staaten
Ex-Jugoslawiens berichten. Über das Österreichisch-Französische Zentrum treten politische Entscheidungsträger, Vertreter des wirtschaftlichen, kulturellen und akademischen Lebens der beiden Gründungsländer sowie der zentral- und osteuropäischen Reformstaaten in direkten Kontakt miteinander und entwickeln gemeinsam Pläne für die Lösung wichtiger europäischer Probleme von Gegenwart und Zukunft. Die
vom Österreichisch-Französischen Zentrum regelmäßig veranstalteten
Symposien, Seminare und Diskussionsrunden dienen der Erörterung der
wichtigsten Probleme, denen das heutige Europa gegenübersteht. Im
besonderen sind sie jenen Fragen gewidmet, die sich den Reformstaaten
Mittel - und Osteuropas auf ihrem Weg in die Europäische Union stellen.
Wie zum Beispiel, um nur einige der letzten Veranstaltungen zu nennen:
„Die Rolle und Bedeutung von KMU im Prozess der Erweiterung der
EU"“ (Ljubljana 2002), „Wanderungspolitik und
Migrationsmanagement vor der Erweiterung der Europäischen Union“
((Bratislava 2002), „Die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen
Raums“ (Warschau 2001) und „Die politische und wirtschaftliche
Situation der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik und
Polens“ (Paris 2002-2003) ... Das
Österreichisch-Französische Zentrum veröffentlicht die Berichte der
abgehaltenen Veranstaltungen auf seiner Homepage: www.oefz.at.
Außerdem besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der Partnergesellschaft in Paris, dem „Französischen Institut für internationale Beziehungen“ (www.ifri.org), in dessen Räumlichkeiten einige Veranstaltungen, die vom Österreichisch-Französischen Zentrum mitorganisiert werden, stattfinden. Das
Österreichisch-Französische Zentrum unterstützte auch ein
wissenschaftliches Forschungsprogramm, das sich mit den Beziehungen der
Europäischen Union, Frankreichs und Österreichs zu den zentraleuropäischen
Staaten beschäftigte. Diese Studien wurden von Experten des IFRI, des
Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) und
des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) in
Zusammenarbeit mit Experten aus Mittel/Osteuropa erstellt.
Das Österreichisch-Französische Zentrum entstand durch einen Briefwechsel zwischen den Außenministerien Frankreichs und Österreichs. Sein Sitz ist in Wien. Das Budget des Zentrums stammt zu gleichen Teilen von der französischen und der österreichischen Regierung. Weiters unterstützen Subventionen der Europäischen Union sowie öffentlicher oder privater Institutionen die Finanzierung der Veranstaltungen. Ein
von den Regierungen Frankreichs und Österreichs bestelltes Direktorium,
das sich aus jeweils drei Mitgliedern der beiden Staaten zusammensetzt,
bestimmt die allgemeine Ausrichtung des Zentrums. Das Direktorium wählt
den Präsidenten aus seinen Mitgliedern und ernennt den Generalsekretär.
Präsident des Österreichisch-Französischen Zentrums ist Thierry de
Montbrial, Generaldirektor des Französischen Instituts für
internationale Beziehungen (IFRI); Botschafter Dr. Peter Jankowitsch,
Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten a.D., fungiert als
Generalsekretär. Das beratende Programmkomitee, das sich aus qualifizierten Personen Österreichs, Frankreichs sowie der MOEL zusammensetzt, erstellt Themenvorschläge und berät das Zentrum. Der Präsident beruft das Direktorium ein, führt bei seinen Arbeiten den Vorsitz und verkündet dessen Beschlüsse. Der Generalsekretär sorgt für die Verwaltung und Durchführung des Arbeitsprogramms des Zentrums. Das IFRI unterstützt die Tätigkeiten des Zentrums.
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